Mettinger Kulturnacht mit Himmelslaternen gekrönt
von Diethild Ellerich in der IVZ vom 19.08.2008
Mettingen. Von einem kulturellen Ereignis zum nächsten wandelten die vielen Besucher, die am Samstagabend zur Mettinger Kulturnacht gekommen waren. Wer seinen Spaß am Quasi So-Theater mit der Szene aus Shakespeares "Sommernachtstraum"  in der Handwerker ihr Rüpelspiel von "Pyramus und Thisbe" geben � hinter dem






Krankenhaus gehabt hatte, konnte dort verweilen, um Märchen und Musik mit Familie Cronemeyer zu genießen. Und anschließend zum Mühlenteich weiterziehen und einer Krimilesung von Christel Müller lauschen.

Gemütlich machten es sich die Gäste in der Bettenabteilung des Textilhauses "Dieler", um die Märchenerzählerin Gisela Dillmann zu hören. Die Jüngsten halfen in der Pfarrbücherei, dem Verbrecher auf die Spur zu kommen, oder ließen sich von den Tricks des Zauberers in den Bann ziehen.

Höhepunkt des Abends war der Umzug unter dem Motto "Fantasien der Nacht". In Stimmung gebracht wurden die jungen Teilnehmer durch die "Bergziegen", die als U-Boot die Bühne enterten und einen flotten Piratentanz präsentierten. Bunt kostümiert und mit Flugobjekten und Taschenlampen ausgerüstet, zogen anschließend die Kinder und Jugendlichen hinter der Gruppe "Samba Pa Tu" durch den nächtlichen Ortskern. Das große Finale auf der Wiese am Schultenhof begeisterte Groß und Klein.

Zum Aufstieg der Himmelslaternen gab es Vollmond, Mondfinsternis und den sternenklaren Himmel inklusive.


Wer danach noch fit genug war, konnte eine Zeitreise durch das Tööttendorf von anno dazumal machen. Die Gästeführerinnen und Mechthild Frehe und Annette Nagelmann-Knuf machten deutlich, dass die gute alte Zeit ganz schön hart war.

Ganz im Zeichen des Sports stand der Rathausplatz. Ballettgruppen der Kunstturnschule zeigten ihr Können, junge Nachwuchsturner ihr Talent mithilfe der Trainer vom Turnverein Mettingen. Beliebt war auch die Fotoaktion auf dem roten Sofa am sp�ten Abend. Ganze Cliquen und Kollegien ließen sich von Fotografin Wiebke Fischer ablichten.

Die Pantomimengruppe �Le Toc� präsentierte wortlose Kunst vor �Jamoda�, und vor den Geschäften auf dem Schultenhof hatten Bodypainterin Ina Heckler und ihre Modelle ihre Auftritte. Mettinger Künstler malten im alten Rathaus vor Publikum und animierten auch gleich Kinder zum Mitmachen. Im Kunstspeicher spielte und sang Johannes Eidt, dessen Ausstellung am Abend zuvor eröffnet worden war.

Für Musik sorgten neben der Gruppe �Samba Pa Tu� die Oldieband �Bosch�, die �Yellow Moon Bluesband�, die Big Band der Kardinal-von-Galen-Schulen, die Rockband �Trophix� und das �Duo Gitardando�. Diavorträge und die lange Nacht der Museen rundeten das bunte Programm ab.

Begeistert von dem Riesenandrang und vom Superwetter bei der ersten Mettinger Kulturnacht waren die Veranstalter vom Förderverein Mettinger Schultenhof, die das bunte Programm vorbereitet hatten. Schade, dass so viele Besucher das Angebot kostenlos nutzten.

VON DIETLIND ELLERICH